Toras Siegelbrecher – Schwertmann der lebendigen Hand

Soldaten des Sturmtodes beim Training

Toras Siegelbrecher beim Training

Auch wenn sich mein Nachname nach einem Magier anhört, bin ich keiner. Warum? Eine gute Frage, wo ich doch einer Magierfamilie entstamme und auch selbst in der Lage bin Magie zu wirken.

Meine Eltern habe mich, als ich 12 Jahre alt geworden bin, einem Meister der O Kosh namens Shura Tarbannum, in die Lehre gegeben. Jedoch hat sich schnell herausgestellt, dass ich zwar Magie wirken kann, jedoch überhaupt keine Kontrolle darüber habe. Zum Beispiel, wenn ich ein kleines Feuer erschaffen sollte, passierte meistens garnichts, oder das Feuer erschien nicht da, wo ich wollte und zündete Bücher in der Nähe an. Oder der Zauber entglitt mit vollkommen und erschaffte ein so großes Feuer, dass ich meine Kleidung (und manchmal die meines Meisters) versengte.

Schnell hat Meister Tarbannum die Geduld mit mir verloren. Er versuchte mich an die Magie von einer anderen Seite heranzuführen und lehrte mich einfache nekromantische Zauber, wie das Bewegen von Fingern einer Leiche. Das schien ganz gut zu klappen. Also wollte mein Meister, in einem gemeinsamen Ritual mit mir, einen sehr einfachen Zombie erschaffen. Dabei hab ich es irgentwie unabsichtlich geschaft, die großen Kristalle anzuzapfen, mit denen die Untote Hand versorgt wird. Einige hochrangige Offiziere der Toten Hand wurden dabei beinahe vernichtet und mussten durch persönliche Intervention einiger Meister gerettet werden. Der Zombie, den wir erschaffen haben, hat dabei viel zu viel Energie abbekommen und noch das Labor verwüstet, bevor er explodiert ist. Meister Tarbannum wurde für den Unfall verantwortlich gemacht. Verständlicherweise hat er mich dafür sofort rausgeschmissen und beim Gildenrat erwirkt, dass ich einen Magiebann bekomme.

Ja, es ist mir unter Stafe verboten, Magie zu wirken. Also ob ich das ohne den Bann noch vorhätte.

Ich musste also mit dieser Schande in mein Elternhaus zurückkehren. Um wenigstens ein wenig die Familienehre zu retten, wurde ich mit 16 in die Lebendigen Hand geschickt. Anfangs war ich nicht mal stark genug, um bei Waffenübungen ein Schild hoch zu halten. Aber mit der Zeit wurde klar, dass mein wahres Talent im Kampf mit Schwert und Schild liegt. Über 10 Jahre lang habe ich in verschiedenen Schwertern gedient und wurde endlich vor einem Jahr zum Schwertmeister befördert. Bis vor Kurzem hab ich auch einen brauchbaren Schwertmeister abgegeben.

Vor zwei Wochen hat mein Schwertmeister mir das Kommando über das halbe Schwert gegeben, damit wir ein Räuberlager umzingeln konnten. Doch ist mein Teil des Schwertes in einen Hinterhalt geraten. Ich habe vorher noch nie gleichzeitig kämpfen und Befehle geben müssen und bin jämmerlich daran gescheitert. Außer mir hat ein einziger Schwertmann den Hinterhalt überlebt. Wie zu erwarten wurde ich zum Junker degradiert. Ich konnte es nicht ertragen, in meinem Schwert zu bleiben und habe um eine Versetzung gebeten. Man sagte mir, dass Schwertführer Korvan O’Vanion neue Rekruten sucht und ein bald ein Manöver veranstaltet. Mein Schwert, Schild und Rüstung sind mal wieder so abgenutzt, das ich diese in Reparatur geben musste. Hoffentlich läßt sich vor Ort Ersatz auftreiben.

Eltern: Joren und Mirell

Geschwister: Lira (jünger) und Lares (älter)

Hobby: liest gerne Unterhaltugsliteratur