Thiréa Opalwind – Novizin der O kosh not Un

Thiréa

Die beiden (menschlichen) Schwestern Thiréa und Thaina entstammen der alteingesessenen Goldschmied-Familie Opalwind  aus der Zuflucht. Sie haben noch einen jüngeren Bruder Thóchal (15 Jahre alt), der die Familientradition der Goldschmiedekunst von ihrem Vater, Thorgan Opalwind, erlernt und fortführt, da er sehr geschickt dabei ist. Der Vater ist ein sehr fähiger Goldschmied (wie auch seine Vorfahren), z.B schleift er für die O kosh nach deren Vorgabe Kristalle, die dann z.B. für bestimmte Untote große Bedeutung haben. Der Bruder des Vaters, Therdal, war beim Heer der lebendigen Hand und ist bei der Verteidigung der Gebirgspässe gefallen. Er konnte nicht wiederbelebt bzw. als beseelter Untote wiedererweckt werden. Die Mutter, Lirian Sommerrast, starb bei der Geburt ihres Sohnes. Seit dem übernahm Thaina eine gewisse Mutterrolle. Auch führte der frühe Verlust der Mutter zu einer persönlichen Reife, die für das junge Alter der Schwestern eher ungewöhnlich ist.

Beide Schwestern befinden sich noch in der Ausbildung, Thiréa als Magiernovizin, Thaina als Schwertjunker. Das magische Talent von Thiréa offenbarte sich erst in der Pubertät, sodass sie dann die Ausbildung zum Magier begann. Dies besiegelte auch endgültig den Entschluss von Thaina, sich zum Dienst in der lebendigen Hand zu verpflichten, sodass sie lernen und dazu beitragen kann, die Magier (und allen voran ihre Schwester) zu beschützen.

Thiréa ist 18 Jahre alt. Da sie mit nur 3 Jahren ihre Mutter verloren hat (bei der Geburt von Thochal) nimmt Thaina in gewisser Weise eine Ersatzrolle für sie ein. Sie sieht zu ihrer Schwester auf. Als erste in der Familie verfügt sie über magisches Talent, worauf sie mehr als nur Stolz ist.

Gezeigt hat sich ihr Talent erstmals vor einem Jahr als sie und ihre Schwester zusammen im Wald nach Kräutern gesucht haben. Als Thaina Thiréa ein paar Pflanzen pflücken wollte, die besonders nah am Abgrund wuchsen, stürzte in die Ältere in eben jenen und konnte nur durch das plötzliche Entfesseln magischer Kräfte gerettet werden. Seit sie Novizin der O kosh ist, vermisst sie ihre Familie, insbesondere ihre große Schwester sehr.

Es besteht eine tiefe Liebe unter den Schwestern, die auch durch den frühen Tod der Mutter überdurchschnittlich stark zusammengeschweißt wurden. Thiréa bildet sich schon etwas darauf ein, die einzige Magierin in der Familie zu sein und ist daher manchmal etwas zickig bis arrogant, was auch zu Streitereien unter den Schwestern führt, nichtsdestotrotz aber nicht deren gegenseitige schwesterliche Zuneigung stört. Zu ihrem Bruder hat sie ein weniger innigliches Verhältnis. Zwar liebt sie ihn und würde ohne zu zögern ihr Leben für ihn geben, doch nichts ist für sie so bedeutend, wie ihre Schwester. Ähnlich verhält es sich zu ihrem Vater, der seinerseits wenig Interesse an ihrer Ausbildung hatte (Thiréa’s Fähigkeiten des Godschmiedehandwerks hat sie von ihrer Schwester gelernt). Das ändert sich erst, als ihr magisches Talent entdeckt wird und sie so plötzlich zum „Lieblingskind“ wird.

Thiréa schreibt gerne Tagebuch, was sicherlich nicht wenig damit zu tun hat, dass dies auch eine von Thainas Lieblingsbeschäftigungen ist. Außerdem versucht sie sich in Reimen zu verwirklichen. Sie singt zwar sehr gerne, würde aber nie zugeben, dass ihr das Talent dazu eigentlich fehlt (deshalb tut sie dies auch nur, wenn sie sich unbeobachtet fühlt). Außerdem verbringt sie gerne Zeit damit, sich zu „verschönern“.

Mehr oder weniger bewusst durch den frühen Tod der Mutter geprägt, liegt Thiréa vor allem daran, Menschen vor dem Tod bzw. vor Schmerzen zu bewahren. Sie will als Heilerin Großes bewirken, um schließlich als Großmeisterin in den Rat aufgenommen zu werden.

Thiréa ist eigentlich ein herzensguter Mensch. Sie legt großen Wert auf Familie und Freundschaft und will Menschen, besonders ihrer Familie, mit ihren magischen Fähigkeiten helfen. Dazu kommt ein hoher Respekt vor allem Lebenden. Dem gegenüber steht ihre Arroganz, die dadurch gestärkt wird, dass sie die erste Magierin der Familie ist. Gerade zu ihrer Schwester entsteht dadurch ein interessantes Verhältnis. Einerseits sieht sie zu Thaina auf und will ihre Anerkennung erlangen. Andererseits versucht sie sich als „höherwertig“ darzustellen und ihre Position als Magierin bei vielen Gelegenheiten zur Schau zu stellen. Ihr Aussehen ist ihr sehr wichtig. Umso wichtiger, seit sie Novizin geworden ist.