Seraph – Novize des 6. Grades der O kosh not Un

Seraph - Novize des 6. Grades der O kosh

Seraph - Novize des 6. Grades der O kosh

Seraph wurde vor 98 Jahren geboren. Schon als kleines Kind lernte von den Boten, die Briefe zu seinen Eltern brachten, das Lesen und Schreiben. Im Alter von 10 Jahren, als Seraph einmal spielen ging, entdeckte er ein Loch. Dieses Loch führte in einen unterirdischen Schacht, der sich endlos zu erstrecken schien. An den Seiten lagerten Bücher über Bücher, und Seraph begann zu lesen. Als er eines Tages von einem Zwerg, dem das halbe Gesicht weggefault war, gefragt wurde, was er denn da tue und ob er den kalten Stahl seiner Klinge spüren wolle, sagte er nur, er lerne. Da zog ihn der Zwerg zu einem Mann, der mehr schemenhaft wirkte als real. Dieser sprach zu ihm, er könne bleiben, aber er müsse über jedes Buch eine Inhaltsangabe schreiben und alle katalogisieren, also sein Buchhalter sein!
Seraph machte sich in Windeseile daran alle Bücher zu nummerieren und größtenteils zu lesen. Seine Eltern, die ihn nie beachtet hatten, wähnten ihn in den Klauen der Hohen Herren des Landes und kämpften sich dorthin vor, doch kamen sie noch nicht einmal bis in die Kerker.
Seraph allerdings las immer noch in der Bücherei tagein, tagaus seine Bücher und schrieb und katalogisierte Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr.
Die Zeit verging schnell, und Seraph wurde immer klarer, dass dies eine Nekromantische Bibliothek war, doch vor allem war dies vermutlich die größte Bibliothek, die er in seinem Leben sehen können würde.
Als er alle Bücher gelesen hatte, 189235785287356 an der Zahl, merkte er, wie alt er geworden war und beschloss, dass ein anderer nun seine Aufgabe übernehmen müsste. Mittels eines mächtigen Rituals wurde all sein Wissen in eine Kugel transferiert, die jedem, der sie bewusst berührte, all das gesammelte Wissen von Seraph auf einmal in den Geist jagen sollte, was meist zum sofortigen Tode führte. Und nun wollte Seraph endlich wieder die Sonne sehen,Wälder riechen, kristallklares Wasser schmecken.
Der Schemen, der die Jahre über scheinbar ohne sich zu bewegen dagestanden hatte, gewährte ihm unter einer Bedingung diesen Wunsch: er müsse zurückkommen, egal ob lebendig oder tot. Seraph, der ja wusste wo er war und was das bedeutete, fand sich damit ab und wollte seinen Lebensabend damit verbringen, die Freuden des Lebens zu genießen und vielleicht dem ein oder anderen Essenzler doch noch auf den hellen Weg zu helfen. Nur sein erstes Buch wollte er mit sich nehmen – er hatte es bereits mehrere hundert Male gelesen und kannte es in- und auswendig, doch brachte es ihn immer wieder in die richtige Stimmung. So zog er mit der nächstbesten Expedition los, freut sich dort seines Lebens und lernt die Magie, die er in der Theorie lernte, besser zu beherrschen.