Alura von Aurora – Schwertjunker

Ich reiste von meinem Dorf in die Stadt, um Einkäufe für meine Eltern zu erledigen. Auf meinem Bummel durch die Straßen kam ich an einen Marktplatz vorbei auf dem ein Prediger in weißer Kutte mit einem roten Kreuz auf der Brust zu den Menschen sprach.

Von seiner flammenden Rede ließ ich mich jedoch nicht beeindrucken, da ich immer schon wert auf meinen freien Willen gelegt habe wollte ich mich zuerst abwenden und weiter gehen. Doch da die Ausbildungschancen auf unserer kleinen Insel nicht sonderlich nennenswert sind bot der Orden des Bruce natürlich eine gute Ausbildung und hohe Aufstiegschancen. Wiederwillen in einer religiösen Gruppe einzutreten schloß ich mich dem Orden des Bruce an. Ich befürchtete dass man den Glauben des Ordens unbedingt annehmen müsse und ihm bis in den Tod folgen müsse. Das wäre nichts für mich, ich schätze Logisches Denken, Teamfähigkeit, Nächstenliebwe und Toleranz mehr als hirnloses Handeln nach irgendwelchen zweifelhaften Göttern. Naja, ohne Ausbildung komme ich jedenfalls nicht weiter und schon gar nicht weg von dieser viel zu kleinen Insel! Meine Eltern haben mich schon viel zu lange hier Aufgehalten! Ich will endlich die Welt entdecken und bereisen.

So verließ ich meine Eltern um dem Orden zu dienen, auf Reisen zu gehen und die Welt zu sehen. Die Seefahrt zu nächst gelegenen Kirche des Ordens verschlang mein gesamtes Vermögen. Endlich dort angekommen begann meine Ausbildung im Orden des Bruce. Schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass ich mit meinen Befürchtungen recht behalten sollte. Das gefiel mir gar nicht, und so vernachlässigte ich immer mehr mein Training und die Lehren der Götter belächelte ich im stillen. Eines Tages sollte ich gegen Viktor kämpfen, ein kleiner und zierlicher Mann. Er bekleidet den Rang eines Seargent Ritteranwärters, da es einfach noch in Glaubensfragen hapert und ein wenig uneinsichtig in Bezug auf deren Wichtigkeit ist. Er wird deswegen Brummbart genannt.

Er sei ebenso schlecht wie ich, sagte unser Ausbilder. In ihm fand ich einen wahren Freund. Sogar Viktor konnte mir ein wenig Beibringen. Wir wurden einem Expeditionscorps zugeteilt und sollten Den Neven erkunden und das Gebiet für den Orden einnehmen. Davon hielt ich nichts, da dort bestimmt schon jemand lebte. Ich sollte recht behalten. Als wir dorthin segelten erlitten wir Schiffbruch und unsere Truppe spaltete sich, nur Viktor Ritter Hyronimus und ich wurden an den Strand gespült. Was mit den anderen geschah weiß ich bis Heute nicht. Wir kamen in Nevenburg an und fanden uns in der nächstgelegenen Taverne ein. Es zog ein Krieg mit den Narbengöttern auf, wir versuchten die Dorfbewohner zu beschützen und das Übel zu vernichten. Doch kamen Untote und allerlei Dunkle Wesen hinzu. Im letzten Aufbäumen der tobenden Schlacht kämpfte ich Seite an Seite mit meinen Ordensbrüdern und 2 Rittern vom Kreuz der Tapferen, denn wir tragen das selbe Symbol. Leider fielen Ritter Hyronimus und Viktor im Kampf. Meine Beiden Begleiter, Thoran und sein Weggefährte (dessen Namen ich nicht vernommen habe) und ich kämpften noch lange und überlebten die Schlacht. Ich wurde verwundet, doch konnte ich mich zu den Heilern schleppen.

Ich ließ mich von den Heilern versorgen und als ich wieder zu mir kam packte ich meine Sachen und verließ den Neven eilends. Ich reiste umher und versuchte als Söldner Arbeit zu finden. Dies war jedoch leider vergebens, denn ich habe immer noch eine unfertige Ausbildung und bin leider recht ungeschickt im Kampf. Da ich kein Handwerk erlernt habe versuche ich seitdem als Söldner mein Glück.