Abû Ridwân Fâris Kâmil bin Halîl bin Ridwân al-Hamâsiyy

Faris al Hamasi - Schreiber im Tross der O kosh

Faris al Hamasi – Schreiber im Tross der O kosh

Abû Ridwân Fâris Kâmil bin Halîl bin Ridwân al-Hamâsiyy (Rufname Fâris) stammt aus einer alteingesessenen, aber wenig bedeutenden Familie in der Zuflucht, die sich traditionell mit Gewürzhandel und der Schreibkunst beschäftigt haben. Sein Großvater Ridwân diente länger als nötig im Sturmtod – gerüchtehalber auch im Schleichenden Tod – und verdiente sich dort einige Anerkennung, die zur Verleihung des neuen Familiennamens alHamâsiyy (der Tapfere) führte, der fortan den vorherigen asSammân (der Händler) ersetzte. Fâris war bereits als Kind von den Geschichten seines Großvaters begeistert und nachdem er auf den Handelsreisen mit seinem Vater und seinem Onkel die Zustände außerhalb der Zuflucht kennenlernte, wurde er auch ein glühender Patriot. Er beschloss, der Zuflucht zu dienen und das Geschäft dem Familienzweig seines Onkels zu überlassen.

Da er im Lesen, Schreiben und Rechnen selbst für die Verhältnisse der Zuflucht sehr gut ausgebildet war, sah er sich allerdings eher an der Akademie denn in der Armee und die Beschäftigung mit Gewürzen machte ihm den ersten Schritt zur Alchemistenausbildung auch nicht sonderlich schwer. So durfte er sich nach kurzer Überzeugungsarbeit gegenüber dem Vater bewerben und wurde in die Ausbildung aufgenommen. Er zeichnete sich durch überdurchschnittliche Leistungen aus und absolvierte die ersten sechs Klassen mit Bravour. Dennoch war in ihm der Wunsch, der Zuflucht zu dienen, durch die Ausbildung nicht gestillt und so meldete er sich freiwillig zum Felddienst, obwohl seine Ausbilder ihn viel lieber noch die zwei Klassen zum Meister dabehalten und an der Akademie beschäftigt hätten. Er wurde der Grauen Eminenz Taja Afarit zugeteilt, die bereits seit geraumer Zeit eine Abordnung der Zuflucht in diplomatischen Missionen führte und gerade ihren Sekretär verloren hatte. Da sie selbst keine besondere Freude an den Aufgaben eines Diplomaten hatte, wurde Fâris über seine Tätigkeit als Sekretär hinaus recht schnell ihr Berater und Vertreter in diplomatischen Angelegenheiten. Außerdem unterstützte er den Trupps auch gelegentlich mit alchemistischen Erzeugnissen.

Einige Jahre sind seitdem vergangen und der Felddienst hat Fâris reifen lassen. Er hat Freunde gefunden und verloren und viele fremde Orte und Wesen gesehen. Doch noch immer brennt in ihm der Wunsch, die Schönheit und den Frieden der Zuflucht zu schützen und ihre Errungenschaften in die Welt zu tragen. Die Gefahren im Feld und der immer engere Umgang mit den Soldaten des Trupps machten ihn rauher, und irgendwann erkannte er, dass er bewaffet noch besser zum Erfolg des Trupps beitragen könnte, auch wenn er kein geborener Kämpfer war. Er begann mit einfachen Übungen, bekam von Freunden einen Bogen geschenkt und begann schließlich formell die Grundausbildung als Schwertjunker. Inzwischen ist er zum Schwertmann befördert und darf damit auch offiziell den Titel Menyanthes Trifoliata des Stillen Todes führen. Er dient weiterhin vorranging der Grauen Eminenz als Sekretär und diplomatischer Berater, aber als Angehöriger der Lebendigen Hand kann er nun wirksam zum Schutz der Truppe beitragen, was ihm einigen Respekt unter den Soldaten eingebracht hat. Sein nächstes Ziel ist die Fortsetzung der Ausbildung im Stillen Tod zum Meister, doch er findet wenig Zeit, um sich dem zu widmen, da er vorerst nicht zur Akademie zurückkehren möchte.

Seine Wurzeln im Felddienst sind inzwischen tief, er pflegt vor allem eine Freundschaft zum Schwertmeister Corvan O’Vanion und zu Ihrer Eminenz Ayela, ist aber mit allen Angehörigen des Trupps auf gutem Fuße. Dennoch bleibt er der Zuflucht verbunden, über seine Familie und die entfernte Sehnsucht danach, sich irgendwann in ein ruhigeres Leben niederzulassen. Seit die junge Kayna, mit der er während seiner Zeit an der Akademie befreundet war, ihm ihre Liebe gestanden hat, wird der Zwiespalt in seinem Herzen zwischen Feld und Heimat langsam größer…

ابو رضوان فارس كامل بن حليل بن رضوان الحماسيّ

OT:

Fâris‘ Mutter ist inzwischen gestorben, der Vater arbeitet weiterhin als Händler. Er hatte mal einen Bruder, der aber relativ jung einer schweren Krankheit zum Opfer fiel, zudem zwei Schwestern, die beide verheiratet sind, und einen sehr jungen Neffen. Er hat mehrere jüngere Cousins und Cousinen auf Seiten seines Onkels, aber wenig Kontakt mit denen.