Alrik – Schwertjunker des Sturmtodes

Alrik - Schwertjunker des Sturmtodes

Alrik - Schwertjunker des Sturmtodes

Als geborener Fürstensohn mag man es eigentlich nicht schlecht haben vermag so mancher zu sagen doch ich weiß da leider eine ganz andere Geschichte zu erzählen. Als geborener Bastard war ich so erstmal gar nicht fürstlich. Aus Ehre seines Vaters und des Kaisers gegenüber nahm mich mein Vater allerdings bei sich auf und zog mich groß. Ich bekam eine höfische und militärische Ausbildung und führte ein glückliches Knabenleben. Doch eines konnte mir auch mein Vater nicht geben soviel er es auch versuchte und das war die mütterliche Liebe die mir meine Adoptivmutter versagte. Sie hasste mich aus vollem Herzen hatten es ihr die Götter doch noch nicht vergönnt einen Sohn zu gebären. Da lief ich nun täglich auf dem Hof herum und mein Vater schenkte mir seine volle Aufmerksamkeit,  als wollten die Götter meine Adoptivmutter zudem noch verhöhnen für ihre Missgunst.
So war mein Verlangen umso größer als eines Tages ein Fürst mit seinem Gefolge bei uns nächtigte. Er besaß drei Töchter eine schöner als die andere und so kam was kommen musste und ich machte meine ersten Schritte zur Männlichkeit. Nach langen Verhandlungen und ein paar Krügen Wein war es dann auch beschlossene Sache ich sollte die dritte Tochter des Fürsten heiraten dürfen sobald ich mich als Mann bewiesen hatte. In seiner zynischen Art war die Prüfung auch gleich ausgehandelt. Ich sollte mich bei der Wildschweinjagd beweisen und einen Wildschweinhauer würdig seiner Tochter als Trophäe mit zurückbringen. Mein Vater der selbst schon einmal bei der Jagd schwer verwundet wurde  war zum Glück schon etwas angetrunken und konnte sich so überzeugen lassen, unter der Bedingung, dass ich noch ein Jahr warten würde und er mit auf die Jagd gehen durfte, einzuwilligen.
Mit brennendem Herzen und voller Sehnsucht zählte ich die Monde und dann war es endlich soweit. An einem Herbstmorgen ging es los. Es war kalt und der Nebel hing noch tief in den Tälern. Mein Vater ließ die zwei besten Pferde satteln und schaute mir nochmals tief in die Augen. Seine Augen waren trüb doch zeigten sie keine Anzeichen von Angst vielmehr spiegelten sie die Sorge tief in seinem Inneren wieder. Damals war ich zu naiv und verliebt seine Besorgnis zu Erkennen oder gar an eventuelle Gefahren zu denken. In meinem Kopf gab es nur Triumph, Stolz Ehre und Abenteuer. So schnappte ich mir meine Lanze und ritt vorweg ohne meinem Vater eine Chance zu lassen eventuelle Zweifel auszusprechen. Der Wald war zu dicht um die Pferde mitzunehmen und so leinten wir sie an und zogen tiefer in den Wald.
Die folgenden Erinnerungen sind zu schmerzhaft um sie niederzuschreiben und ich habe sie über die Jahre gelernt zu verdrängen und daher werde ich sie auch hier nicht hervorbringen. Soviel die Jagd schien Verflucht worden zu sein und so kehrte ich anstatt mit einem Stoßzahn für meine Liebste mit den Gebeinen meines Vaters wieder Heim.
Am Hof wurden sieben Tage Trauer angeordnet doch ich sollte nicht mal den Anfang dieser Tage erleben. Meine Mutter gab mir noch bevor die Trauerfeier begann die alleinige Schuld am tot meines Vaters und wollte mich in Ihrer blinden Trauer vor den Henker stellen. Ich erkannte die Situation und packte die wichtigsten Sachen zusammen und ein wenig Geld und machte mich von dannen, immerhin habe ich ja noch Maylin, meine große Liebe dessen Vater sicherlich Verständnis zeigen wird waren damals meine doch eher kindlichen Gedanken. Ach ja wäre ich doch bloß nicht so naiv gewesen. Am Hofe angekommen empfang man mich alles andere als willkommen. Mit einem Mörder und Vagabunden wolle man nichts zu tun haben und sie drohten an mich an meine Adoptivmutter auszuliefern sollte ich nicht verschwinden.
Für mich stürzte eine Welt zusammen und aus Frohsinn und Gütigkeit wurden Hass und Gleichgültigkeit.
Der Zufall wollte es so, dass ich eines Tages auf meinen Streif und Raubzügen einer Bande Vogelfreier über den Weg lief, denen ich mich nach etwas überlegen anschloss. Bei Ihnen lernte ich alles was man zum Leben  und Überleben braucht, was vor allem bei Ihnen darin bestand unerkannt zu bleiben. Während der Zeit sprachen sie immer wieder von den Wunderkräften der Magie und insbesondere der Nekromantie. Einer behauptete sogar eines Nachts am Lagerfeuer gesehen zu haben, wie auf magische Weise einem Krüppel Beine gewachsen seihen.
Von der Faszination gepackt machte ich mich auf die Suche um die Kraft der Nekromantie zu erforschen mit der tiefen Hoffnung meinen Vater eventuell wieder zum Leben zu erwecken. Da Nekromantie oft verflucht oder zumindest nicht gern gesehen war, war mein einziger Anhaltspunkt das im  westlichen Eterna  in den tiefen der Berge viele Untote eine Zufluchtstätte gefunden hatten.  Ohne zu Wissen wie viel Wahrheit in diese Aussage steckte macht ich mich also auf den Weg wissbegierig und hungrig auf das bevorstehende Abenteuer. Auf dem Weg lernte ich viele Leute kennen und da das Geld mittlerweile knapp wurde probierte ich mir mit allen Mitteln etwas Luxus zu erhaschen. So war ich hier mal ein Fürstensohn dort mal ein erfahrener Handwerker auf Wanderschaft halt das was gerade gebraucht wurde. So nahmen die Informationen auch langsam Konturen an, so konnte ich herausfinden, dass dieser Magische Ort wohl volkstümlich als Zuflucht bezeichnet wurde und eine hübsche Wirtin sprach etwas von Kosh fo tun oder so und Personen der Lebendigen Hand die öfter bei Ihr vorbeischauten auf ihren Reisen durch Eterna.
So gab ich mich als Sohn eine wohlbetuchten Händlers aus und teilte von nun an ein Bett mit ihr in der Hoffnung das doch bald wieder diese Kosh fo tun Abgesandte vorbeischauten. Mein warten sollte belohnt werden und so kamen bald eine Truppe von Gefolgsleuten der lebendigen Hand vorbei und machten rast im Wirtshaus. Am Abend erzählte ich Ihnen meine Geschichte und sagte ihnen, dass ich unbedingt die Kräfte der Nekromantie lernen wolle. Sie sagten mir, dass sie nicht die richtigen seien und ich mit ihren Verbündeten den O kosh not Un sprechen müsste wenn ich mehr über die Kunst der Nekromantie erfahren wolle. Nach einer langen Nacht und in der ich Ihnen meine Geschichte erzählte boten sie mir letzten Endes an mich auf der Rückreise mitzunehmen und mich den O kosh not Un vorzustellen.
Auf der Rückreise hatte die Gruppe einen Magier der O kosh not Un bei sich der mich während der Reise ausführlich musterte und mir zu verstehen gab, dass ich wohl kein Talent für die Nekromantie hätte. Dieses sollte sich dann auch recht bald als wahr herausstellen den schon bei den einfachsten Übungen versagte ich. Gehen kam für mich aber nicht mehr infrage denn wohin sollte ich gehen und hier boten mir die Leute wenigstens ein warmes Dach über dem Kopf und etwas für das es sich lohnte zu Leben. Also entschloss ich mich die O kosh not Un zu verlassen und mich der Lebenden Hand anzuschließen die mich so gut behandelt hatten.